Sonntag, 27. April 2014

Über das Leben

"I think there should be a rule that everyone in the world should get a standing ovation at least once in there lives."
                                                           Aus: Wonder von R.J. Palacio


Ja, das finde ich auch.
Dieses Zitat aus dem Buch, das ich gerade lese, hat mich sehr berührt. Ich hab erst einen Moment überlegt und darüber nachgedacht (was bei diesem Buch oft passiert. Es macht einen anderen Menschen aus dir.) und ja, man kann es nicht anders sagen. Sollte nicht jeder einmal diese Ehre haben? Einmal bewundert und angehimmelt werden, Achtung geschenkt bekommen?

Und wo wir schon mal bei berührenden Dingen sind, beim Philosophieren:


Das Video Transcendence von Lindsey Stirling regt auch zum Nachdenken an, es zwingt einen dazu.
Ich finde es immer so seltsam, wenn man Im Fernsehen Nachrichten sieht und sich ansehen muss, wie Krieg geführt wird und Menschen durch Schüsse sterben. Es ist nur ein Stück Metall, denke ich, was kann da passieren? Vorher haben die Menschen die Patrone in der Hand, nur ein Quadratzentimeter Stoff und trotzdem kann es so viel ausrichten. Eigentlich ist es doch egal ob sich etwas hier oder dort befindet, wisst ihr? Aber ob eine Patrone hier oder dort ist macht den Unterschied, ob jemand getroffen ist oder nicht.
Genauso ist das, wenn man wieder sieht, wie Menschen in anderen Ländern verdursten. Ich finde es erstaunlich, dass es doch fast überall auf der Welt ausreichend Wasser gibt. Wieso nicht dort? Wenn Regierungen es schaffen, Gesetze durchzusetzen, wieso schafft man es dann nicht, dass dort genügend Wasser ist, dass es Schulen gibt?
Wieso kann man Geld nicht einfach sinnvoll nutzen?
Ich glaube das kommt daher, dass so Viele entscheiden. Es ist nicht Einer, der sagt, jetzt wird dies getan oder jenes, es sind Viele, die sich einig werden müssen und das ist das Problem. Weil es dann nur Kompromisse gibt und keine durchgreifenden Entscheidungen.

Bei solchen Überlegungen wird einem immer wieder bewusst, wie machtlos man doch ist. Es heißt immer, jeder könne dazu beitragen, die Welt besser zu machen. Aber nur weil ich den Müll richtig trenne fühle ich mich nicht wie ein besserer Mensch...





Kommentare:

  1. Ich habe nie so wirklich darüber nach gedacht, was es für einen Unterschied macht, wo Dinge sind und wo nicht.
    Und dieses "jeder kann was beitragen" nervt mich auch. Manchmal tut man ja sogar etwas eher positives, und dann darf man sich auch noch dafür rechtfertigen. Und andere Dinge haben einen so geringen Effekt.
    Danke für den tollen Post,... ich glaube, ich werde wohl noch eine Weile darüber nachdenken müssen.

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    1. Ja, etwas Gutes zu tun ist nicht leicht. Alle sagen immer, man solle jeden Tag eine gute Tat tun. Aber wenn ich mein Geld einfach irgendjemand Fremden schenken würde, würde mich jeder angucken, als wäre ich verrückt geworden, also wäre das keine gute Tat?

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