Sonntag, 4. Dezember 2016

Blogventskalender 4



BLOGVENTSKALENDER 2016
TÜRCHEN 4

Atheistisches Weihnachten?

Heute mal ein Thema, das womöglich von den Themen etwas abweicht, die man sonst zu Weihnachten erwartet. Natürlich hätte ich ebenso ein Rezept für den sehr empfehlenswerten Bananen Gewürzkuchen posten können, welchen ich vor einer Weile gebacken hatte. Aber ich dachte, mit Rezepten wird man in der Adventszeit doch sehr ausgiebig versorgt. Ich wollte etwas anderes. Ich wollte über Weihnachten nachdenken.Über den eigentlichen Sinn von Weihnachten. Und was ich mit diesem Fest verbinde.
Wie der Titel schon andeutet, bin ich kein besonders gläubiger Mensch. Vor einigen Wochen bin ich aus der Kirche ausgetreten. Aber dennoch lehne ich Religion natürlich nicht vollkommen ab. Das wäre aber auch schon wieder genug Stoff, für einen neuen Post und um Atheismus soll es hier auch gar nicht gehen.
Zu Weihnachten packen also alle Deko aus, kaufen einen Christbaum, backen Plätzchen und verteilen Geschenke. Was aber, wenn man gar nicht Weihnachten feiern möchte? Wenn man nicht religiös ist, macht das schließlich nicht wirklich Sinn, dachte ich.
Bei all dem Trubel, den Weihnachten verursacht ist es aber auch schade, nur zuzusehen, also habe ich mich gefragt, was eigentlich hinter Weihnachten steckt und ob es nicht doch passend ist, mitzufeiern. Viele verbinden damit schließlich nur Geschenke und denken oft gar nicht daran, dass Weihnachten eigentlich an die Geburt von Jesus Christus erinnern soll und auch zu seinen Ehren veranstaltet wird. Und nicht umsonst nennt man Weihnachten auch das Fest der Liebe, passend zu Gottes Botschaft, den Nächsten zu lieben.
Und damit kann ich etwas anfangen. Denn meine Einstellung, Menschen einfach als Menschen zu sehen und anzunehmen passt sehr gut zu einem Verbreiten von Liebe und Freude.
Somit bin ich also zu dem Schluss gekommen, dass es auch als unreligiöser Mensch sinnvoll ist, Plätzchen zu backen und auf Weihnachtsmärkte zu gehen und all das - einfach um Zeit mit den Liebsten zu verbringen und anderen eine Freude zu machen. Auch wenn ich keinen Weihnachtsbaum oder Adventskranz kaufe.
Ich hoffe, diese Überlegungen haben vielleicht den ein oder anderen zum Nachdenken angeregt - wenn man also selbstgestrickte Socken bekommt: Nicht enttäuscht sein, es geht ja um die Geste ;)
Wer weitere Türchen öffnen mochte, kann das hier tun.




Kommentare:

  1. Hach, echt schön, zum Nachdenken angeregt zu werden. Rezepte bekommt man wie du gesagt hast eh schon mehr nachgeworfen, als man ausprobieren kann.
    Die Überlegung, als Atheist kein Weihnachten zu feiern, ist völlig neu für mich. Irgendwie ist dieses Fest in unserer Gegend wohl schon viel zu stark verankert, als das der religiöse Hintergrund noch im Vordergrund steht... dabei hätte ich manchmal echt Lust auch einfach nicht zu feiern. Aber es wird einem ja aufgedrängt, denn wenn man nicht allen wenigstens eine Karte schreibt, sind viele Menschen schon gleich nachhaltig beleidigt.

    Trotzdem stimme ich dir zu: Eigentlich ist es gut, die Feiertage als Fest der Liebe zu sehen und somit möglichst viel Zeit für Familie und Freunde zu finden. Das kann man immer brauchen!

    Aber: Selbstgestrickte Socken sind eins der coolsten Geschenke überhaupt, weil sie warm sind und wirklich viel Arbeit gekostet haben!

    Liebe Grüße

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    1. Ja, schon schwierig. Die meisten sind ziemlich überrascht, wenn ich sage, dass ich meinen Kindern direkt erzählen würde, dass es keinen Weihnachtsmann gibt und auch keine Osterhasen. Warum kann man nicht zugeben, dass man einander Geschenke macht? Das ist doch noch viel mehr wert. Und ich werde wohl auch Karten schreiben, obwohl ich nicht wirklich Weihnachten feiere. Aber das freut ja andere Menschen, also mache ich es natürlich gerne =)
      Über selbstgestrickte Socken würde ich mich auch ehrlich freuen!

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  2. Hallo
    Selbst bin ich auch Atheist und mein Mann, doch unsere Tochter ist absolut gläubig. Hier deshalb Weihnachten sausen zu lassen, geht gar nicht. Für uns ist aber seit vielen Jahren das Weihnachtsfest ohne religiösen Hintergrund, denn es ist für uns ein bewusster Tag der Familie und unserer Liebsten. Wir haben für die Kinder natürlich einen Weihnachtsbaum und zelebrieren mit den Kleinsten Rituale, das ist für uns aber auch schön und wenig religiös. Irgendwie ist es einfach ein Familienritual geworden.
    Liebe Grüße

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    1. Hallo Tanja,
      da kann ich wirklich verstehen, dass ihr Weihnachten feiert. Ich denke viele feiern Weihnachten auch für ihre Kinder und es ist ja wie ich auch finde, ein Fest, das Freude bereitet. =)
      Liebe Grüße

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  3. Hallo,
    ich bin auch nicht christlich-religiös, aber Weihnachten und Ostern gehören einfach dazu. Das sind für mich keine religiösen Feiertage, sondern Traditionen. Jede Familie verbringt die schließlich auch anders und meine Familie hat ihre Traditionen an diesem Tag.
    Die Religion ist vielleicht der Hintergrund, wie diese Tage mal entstanden sind, aber ja schon lange für die allermeisten Menschen nicht der Grund, warum sie die Feiertage begehen. Es sind eher Feiertage der Familie, wie es meine Vorschreiberinnen auch schon sagten.

    LG Lexa

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    1. Hallo,
      ja, mittlerweile geht es kaum noch um die eigentliche Entstehung. Ich bin wohl ein Mensch, der vieles hinterfragt und logisch zu handeln versucht. Mir macht Weihnachten ja eigentlich auch Freude, weshalb ich ja nach Gründen gesucht habe, das Fest mitzufeiern, obwohl ich nicht religiös bin =)
      Liebe Grüße

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  4. Hallo,

    ein sehr gut geschriebener Artikel!

    Für mich stellt sich die Frage so nicht, da ich gläubig bin (allerdings keine Kirchengängerin) und Weihnachten daher in meinen Augen ein ganz besonderes Fest ist. In den letzten Jahren habe ich mich allerdings von dieser ganzen kommerziellen Hektik nicht mehr anstecken lassen und schon die Vorweihnachtszeit dazu genutzt, um mich mit Familie und Freunden gemütlich zusammenzusetzen, auf Weihnachtsmärkte zu gehen etc.

    Wenn man jetzt nicht besonders gläubig ist, kann man trotzdem diese Zeit nutzen, um sich mit seinen Lieben zu treffen und die Tradition zu feiern. Darin sehe ich - genau wie du - gar kein Problem.

    Viele Grüße

    Rosa

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    1. Hallo Rosa,
      mich freut es sehr, dass dir der Artikel gefällt =). Kommerzielle Hektik finde ich auch nicht gut - da verliert man eher den Spaß an Weihnachten. Weihnachtsmärkte finde ich auch von der Atmosphäre her so schön, dass ich meistens hingehe =).
      Liebe Grüße

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